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TAUNUSSTEINER
GESCHICHTEN

Andrea Wegener, Gründerin des Vereins Abenteuerland-der-Sinne Taunusstein e.V

„Ich wünsche mir mehr generationsübergreifende Projekte und eine nachhaltige Integrationsarbeit!“


Andrea Wegener ist ein echtes Allround-Talent: (Tages-)Mutter, Ehefrau, ,Sonderpädagogin, Buchautorin (15 kreative Bücher bei mehreren Verlagen und die „Taunussteiner Schmunzelgeschichten“), Kummerkasten, Vereinsgründerin und ein Mensch, der mit offenem Herzen, Augen und Ohren durch Taunusstein geht und mit ihrem Verein dort anpackt, wo es oftmals für Familien mit berufstätigen Eltern aber auch für Menschen mit Migrationshintergrund hakt – in der Betreuung, der kreativen Beschäftigung, dem Spielen.

„Meine initiale Idee war es, das eigene Zuhause auch als Zuhause für andere Menschen, egal welcher Herkunft, anzubieten“, sagt die 67-Jährige im Gespräch mit mir.

Aus der Idee wurde der gemeinnützige Verein Abenteuerland-der-Sinne Taunusstein e.V., der es bis heute, 25 Jahre nach seiner Gründung schafft, ohne Bezuschussung und nur durch das ehrenamtliche Engagement von einigen engagierten Helferinnen und Helfern, alle aus dem familiären Umfeld, getragen zu werden. Diesem außerordentlichen Engagement gebührt Respekt!

Respekt, der oftmals auch in kleinen Dingen zu finden wäre: „Leider gibt es bis heute kein öffentliches Hinweisschild zu unserem Interaktionsmuseum, viele Taunussteiner kennen uns gar nicht“, bedauert Wegener. Dabei gibt es in ihrem Abenteuer-Land so vieles zu entdecken: Kammern, Stallungen, Kellergewölbe voller Kunst, Spiele und Möglichkeiten zum Erkunden und Erforschen von Jung und Alt – sowohl in der Schulzeit, als auch während der Ferien. „Genau das fehlt in Taunusstein, die Vernetzung von Jung und Alt, mehr Mut um eine generationsübergreifende Vernetzung zu schaffen“, sagt sie – das sei es auch, was sie sich von der künftigen Bürgermeisterin/dem künftigen Bürgermeister der Stadt wünsche.

„Zwar helfen wir uns gegenseitig aus – wie beispielsweise bei der diesjährigen Modenschau des Gymnasiums Taunusstein im Mai – hier stammten sämtliche Kostüme von uns. Wir verleihen auch Musikinstrumente, alles kostenlos“. Aber schlussendlich muss eine Unterstützung und bessere Zusammenarbeit auch von Seiten der Stadt kommen und gewürdigt werden. „Jungen Leuten zuhören, eine Stimme geben, Platz für die Graffiti Szene schaffen und ein gemeinsames Kulturangebot für die zehn Stadtteile konzipieren und in die Tat umzusetzen – das wäre mein Herzenswunsch!“

Ein weiteres Thema, für das Andrea Wegeners Herz schlägt, ist die herkunftsunabhängige Integrationsarbeit – hier müsse schlichtweg mehr geschehen, genau wie im Bereich der Mobilität. Mobil sein bedeutet für sie den Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots, sowie die bessere Vernetzung von Taunusstein mit anderen Städten und Kommunen im Kreis – nur so schaffe man auch eine Vernetzung für den Arbeitsmarkt und ist für Kunden und Arbeitnehmer gleichsam erreichbar. „Ein großer Stolperstein ist jedoch nach wie vor unsere Bürokratie. Wie schaffen wir es in Zukunft, bürokratische Hürden abzuschaffen und die Kommune, den Kreis, das Land so zusammenzubringen, dass Prozesse angepasst und vor allem vereinfacht werden können?!“


Diesen Fragen will ich mich gerne für Andrea Wegener und alle Taunussteinerinnen und Taunussteiner stellen und Antworten und tragfähige Lösungen finden!

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